Analysepakete – Preis- und Leistungsübersicht
Die Analysepakete sind als Baukastensystem angelegt und decken die häufigsten Fälle gut ab oder lassen sich leicht anpassen. Die in fetter Schrift hervorgehobenen Pakete sind die zentralen und am häufigsten verwendeten; die normal geschriebenen kommen nur für spezielle Situationen zum Einsatz. Die einzelnen Analysepakete werden weiter unten im Detail beschrieben.
- Verkaufsunabhängige Beratung (120 € / 180 €)
- Schallanalysen Typ 0 (480 €)
- Schallanalysen Typ 0‑lang (720 €)
- Schallanalysen Typ 0‑lang‑synchron (960 €)
- Schallanalyse Typ 1 (840 €)
- Schallanalyse Typ 2 (1200 €)
- Messberichterstellung / Gutachtenerstellung (ca. 360–480 € / ab 600 €)
Als Orientierungswert empfehle ich für eine Schallanalyse in der Regel ein Budget von etwa 2500 €; in den meisten Fällen wird dieser Betrag jedoch nicht vollständig ausgeschöpft.
Ein typisches Paket für einen Fall könnte sich wie folgt zusammensetzen:
Verkaufsunabhängige Beratung, Typ 0‑lang, Typ 1 – insgesamt 1680 €.
Dies bildet eine solide Grundlage, die in mindestens der Hälfte aller Fälle ausreicht.
Innerhalb des empfohlenen Budgets wäre noch Spielraum, um entweder eine weitere Typ‑1‑Analyse zur zeitlich deutlich erweiterten Suche und Differenzierung einzuplanen oder stattdessen eine Typ‑2‑Analyse oder einen schriftlichen Messbericht zu integrieren, falls dieser benötigt wird.
Schriftliche Messberichte und Gutachten sind bewusst separat aufgeführt, da sie
a) einen deutlich höheren Aufwand mit sich bringen und damit höhere Kosten verursachen,
b) für die meisten Kunden aber gar nicht zwingend erforderlich sind.
Die Auswertung für Kunden erfolgt normalerweise in einer Zoom‑Konferenz mit geteiltem Bildschirm, die auch aufgezeichnet werden kann, sodass der Kunde die Sitzung später noch einmal einsehen kann (alternativ per Telefon und E‑Mail).
Charakteristische Analysegrafiken können als Screenshots gespeichert und per E‑Mail direkt übermittelt werden. So erhält der Kunde in der Regel alles, was er wirklich braucht, und der Arbeitsaufwand kann deutlich geringer gehalten werden.
Diese Form der Auswertung ist in den Analysepaketen Typ 0, 1 und 2 bereits enthalten.
Die einzelnen Analysepakete werden als Vorkasse in Rechnung gestellt.
Dies sorgt für klare Abgrenzung, wann eine neue Etappe beginnt, und vermeidet große, unerwartete Rechnungen nachträglich.
Die hier genannten Analysepakete und Budgetrahmen beziehen sich auf die Schallanalyse mit Postversand‑Gerät.
Braucht ein Fall einen größeren Umfang – etwa Gutachten, vor‑Ort‑Messungen, messtechnische Begleitung bei gerichtlichen Auseinandersetzungen, fachliche Unterstützung für Ihre anwaltliche Vertretung oder begleitete Schlaf‑ und Langzeitmessungen – so sind diese Leistungen ebenfalls möglich, liegen aber in der Regel oberhalb des oben genannten Budgetrahmens.
Analysepakete im Detail
Die Analysepakete beziehen sich auf das Konzept der Kundenorientierten Schallanalyse.
Eine Richtwertorientierte Schallanalyse lässt sich in vergleichbarem Rahmen, mit geringfügigen Anpassungen, ebenfalls abbilden.
Sie ist hier separat nicht aufgeführt, ist aber selbstverständlich möglich.
Verkaufsunabhängige Beratung
Zu Beginn erfolgt in der Regel ein E‑Mail‑Kontakt mit einem Gesprächswunsch oder ein direkter Telefonanruf.
Ich biete ein kostenloses Vorgespräch von etwa 10–15 Minuten an.
In diesem Gespräch zeigt sich meist sehr schnell, ob die Fragestellung des Kunden sinnvoll mit einer Variante der Typ‑0‑Messung oder einer ähnlichen Methode bedient werden kann.
Beispiel A:
Die Anfrage lautet in etwa:
„Herr Schilling, ich habe ein Schallproblem in meiner Wohnung, und seitdem kann ich nicht mehr richtig schlafen …“
Dieser Fall ist genau das Szenario, für das die Schallanalyse Typ 0 bzw. Typ 0‑lang konzipiert ist.
In der Regel ist dann kein separater Beratungstermin nötig, und wir können direkt mit der Planung der Messung fortfahren.
Beispiel B:
Die Anfrage lautet in etwa:
„Herr Schilling, ich habe ein Schallproblem mit einem Nachbarn, der …, und jetzt brauche ich eine Messung, damit …“
Für diesen Fall ist die verkaufsunabhängige Beratung gedacht.
Warum ist das so wichtig?
Beispiel A signalisiert:
„Ich habe ein großes Problem und weiß nicht weiter – können Sie mir helfen?“
Die Antwort lautet dann:
„Wir machen mit der Schallanalyse Typ 0 erst einmal eine Grunduntersuchung, sehen, womit wir es zu tun haben, und besprechen gemeinsam Möglichkeiten – und auch die Grenzen dessen, was fachlich möglich ist, um Ihnen zu helfen.“
Beispiel B hingegen geht von einer bereits vermuteten Ursache aus und verfolgt eine konkrete Strategie, häufig über übergeordnete Instanzen wie Hausverwaltung, Anwalt, Polizei, Behörde oder Gericht.
Für solche Konstellationen wird eine Schallanalyse benötigt, die diese Strategie fachlich unterstützen oder belegen kann, und auch zu den Möglichkeiten des Rechtsrahmens passt.
Dafür ist ein separater Beratungstermin vorgesehen, der bewusst als „verkaufsunabhängige Beratung“ bezeichnet wird.
Mein Grundberuf ist Therapeut, und meine zentrale Fragestellung lautet:
„Wie kann ich demjenigen, der meine Hilfe sucht, möglichst wirksam und nachhaltig helfen?“
In diesem Beratungsgespräch geht es oft darum, den Kunden vor Missverständnissen und riskanten Entscheidungen zu bewahren.
Nicht selten ist es sinnvoll, davon abzuraten, eine Schallmessung – bei mir oder einem anderen Anbieter – durchführen zu lassen, weil die Rahmenbedingungen oder rechtlichen Rahmen nicht zu einem sinnvollen Ergebnis führen würden.
Häufig deckt sich die eigene Rechtsauffassung nicht mit der tatsächlichen Rechts‑ und Praxiswirklichkeit.
Unbelegte Beschwerden bei der Hausverwaltung können die Verwaltung eher gegen den Kunden aufbringen, als sie zu schützen.
Bei Nachbarschaftsstreitigkeiten ist die Haltung und das Vorgehen der betroffenen Person meist weitaus entscheidend für den Erfolg als die Messung selbst.
Eine Analyse liefert ein Ergebnis; wenn vor der Messung klar erkennbar ist, dass dieses Ergebnis im jeweiligen Fall keinerlei praktische Hilfe bringt, ergibt die Messung für das konkrete Kundenanliegen keinen Sinn.
Für die Kunden ist diese Einschätzung anfangs oft nicht leicht zu verdauen; im Nachhinein jedoch in der Regel eine große Erleichterung.
Natürlich ist es zunächst unangenehm, wenn erklärt wird, warum ein geplanter Weg nicht zielführend ist.
Aber es ist deutlich hilfreicher, wenn dies im Rahmen der Beratung offen gesagt wird, als wenn es später von Behörden, Gerichten oder anderen Institutionen festgestellt wird – dann sind Lösungen meist kaum mehr erreichbar.
Ich biete Beratungstermine an:
- bis 60 Minuten für 120 €
- bis 90 Minuten für 180 €
Kürzere Termine erscheinen wenig sinnvoll, da die Problemstellung nicht ausreichend erörtert werden könnte.
Längere Termine führen oft dazu, dass sich das Gespräch im Kreis dreht.
Wenn mehr Zeit oder mehrere Schritte nötig sind, empfehle ich in der Regel, ein oder zwei Nächte darüber zu schlafen und dann einen zweiten Termin zu vereinbaren.
Auf Wunsch ist auch eine längere Beratungsbegleitung möglich, falls für die Situation sinnvoll.
Die Schallanalysen Typ 0 / 1 / 2
Die Bezeichnungen „Typ 0, 1, 2“ sind historisch entstanden.
Zunächst gab es Analysen, die heute den Typen 1 und 2 ähnelten, die später bis Typ 7 ausgeweitet wurden.
Mit der Zeit wurde klar, dass vor einer Entscheidung für Typ 1 oder 2 eine grundlegende Vormessung erforderlich ist.
Diese wurde dann als Typ 0 eingeführt, und die anderen Typen bis 7 wurden zur Vereinfachung in die heutigen Typen 0, 1 und 2 integriert.
Typ 0 und Typ 1 Analysen basieren auf dem von mir entwickelten, kalibrierten Schallaufnahme‑System, mit dem wir zeitgleich Luftschall, Infraschall und Körperschall erfassen können.
Typ 2 Analysen nutzen je nach Bedarf eine erweiterte Messtechnik.
Typ 0 Analysen sind immer die erste Messung – eine grundlegende Einschätzung.
Typ 1 Analysen führen die Typ 0 Analyse im Sinne einer Differenzierung und gezielten Suche fort.
Typ 0 Analyse
Die Typ 0 Analyse ist die zentrale Eingangsmessung zu allen Themen rund um Hörschall, Infraschall und Vibration.
Diese Messung wird in ähnlicher Form von allen Schallnetzwerk‑Mitgliedern angeboten.
Wir führen eine durchgehende Aufzeichnung in vier Zuständen durch, jeweils fünf oder zehn Minuten, wobei das Messgerät unverändert an der Messstelle bleibt:
- Zustand: Fenster auf
- Zustand: Fenster zu
- Zustand: alle Sicherungen (FI‑Schalter) aus
- Zustand: alle Sicherungen wieder an
Die Unterschiede zwischen „Fenster auf“ und „Fenster zu“ geben Hinweise, ob der Störschall eher von außen oder von innen kommt.
Die Differenz zwischen „Fenster zu“ und „alle Sicherungen aus“ zeigt sehr deutlich, was aus dem eigenen Haus bzw. der eigenen Wohnung stammt (genauer: was an Ihrem Sicherungskasten angeschlossen ist).
Der vierte Zustand „Sicherungen wieder an“ bestätigt, was „Sicherung aus“ gezeigt hat, und macht zusätzlich Geräte sichtbar, die zuvor im Pausenmodus waren (z. B. Kühlschrank oder Gefriertruhe).
Gleichzeitig lassen die Beobachtungen beim Hochfahren Rückschlüsse auf die Gerätebauart zu (z. B. sanftes Hochfahren vs. sofortiger Start).
Häufig höre ich im Vorgespräch:
„Das mit dem Strom abschalten brauchen wir nicht, weil ich habe ich schon probiert und es hat nichts geändert.“
Meine typische Antwort lautet dann:
„Sehr gut – genau deswegen ist es so wichtig, dass wir es genau so machen.“
Denn wenn sich tatsächlich nichts ändert, können wir über diesen Messaufbau all jene Geräusche und Töne von der „Verdächtigenliste“ ausschließen, die bei „Sicherung aus“ verschwinden würden.
Ohne diesen Schritt wüssten wir das nicht.
Genau aus diesem Grund ist die Typ 0 Analyse in diesem Aufbau so wichtig und effektiv.
Wir können sehr viele der erfassten Geräusche und Töne gezielt einschließen oder ausschließen, ob sie als Ursache Ihrer Störschallempfindung infrage kommen.
Denn die meisten Kunden interessieren sich vor allem dafür, was sie stört – nicht für das, was da ist, aber sie nicht stört.
Treten Störgeräusche intermittierend auf (mal da, mal weg), wird die Typ 0 Analyse zweimal durchgeführt: einmal mit Störgeräusch bzw. laut, einmal ohne Störgeräusch bzw. leise.
Dabei werden vor allem Zustand 1 oder 3 gegeneinander verglichen, um der Signatur der Störempfindung näherzukommen.
Soweit im Vorgespräch sinnvoll, kann die Typ 0 Analyse um weitere Zustände erweitert werden, etwa Messungen vor der Wohnungstür im Treppenhaus oder vor dem Haus.
Damit ist die Typ 0 Analyse die absolut zentrale Basisanalyse bei Störschallempfindungen.
Schallanalyse Typ 0‑lang
Die Typ 0‑lang beinhaltet eine normale Typ 0 Analyse, gefolgt von einer Langzeitmessung (Stundenmessung, ggf. Tag‑ und Nachtmessung) und einem Symptom‑Zeit‑Protokoll.
Es lässt sich eine störende Schallstruktur deutlich effektiver identifizieren, wenn auf einer langen Aufzeichnung dokumentiert ist, wann sie beginnt, wann sie endet und wie sie sich in der Intensität verändert.
Die Typ 0‑lang ist mit deutlich mehr Aufwand verbunden, ist aber inzwischen mein bevorzugter Einstieg, insbesondere auch weil wir bei beständig empfundenem Störschall nur noch nach den Geräuschen suchen, die über die gesamte Messdauer vorhanden sind.
Sie sehen: Es ist ebenso viel Detektivarbeit wie Mess‑ und Analysearbeit.
Schallanalyse Typ 0‑lang‑synchron
Diese Variante war ursprünglich eine Typ 2 Analyse und wurde aus Praxisgründen zur Eingangsmessung für eine häufig vorkommende Konstellation.
Es handelt sich um eine Typ 0‑lang, bei der ein konkreter Verdacht besteht, dass eine Wärmepumpe, Heizanlage, Lüftungsanlage oder eine andere spezifische Anlage die Störschallbeschwerden verursacht.
Die Typ 0‑lang wird in der Regel am Schlafplatz oder an der Stelle durchgeführt, an der der Störschall am deutlichsten wahrgenommen wird.
Parallel wird eine zeitlich synchronisierte zweite Aufzeichnung „nahe“ an der verdächtigen Anlage erstellt – so nahe, wie es rechtlich zulässig ist.
Wichtig ist, dass über die zweite Aufzeichnung die Schaltzustände der Anlage erfasst werden, um diese mit der Aufnahme im Schlafraum und dem Symptomprotokoll zu vergleichen und zeitliche Zusammenhänge zu untersuchen.
Schallanalysen Typ 1 – Differenzierung und Suche
Typ 1 Analysen setzen Typ 0 Analysen mit derselben Aufzeichnungstechnik fort.
Der konkrete Ablauf richtet sich vollständig nach den Ergebnissen der Typ 0 Analyse und den Anforderungen des jeweiligen Falles.
Es gibt zwei grundlegende Varianten der Typ 1 Analyse:
- Klassische Typ 1
Hier erfolgt eine direkte Fortführung der Typ 0 Analyse mit Planung des nächsten Messaufbaus, Durchführung, Auswertung und Beratung.
Dies kann bis zu drei Messzyklen umfassen und führt in der Regel sehr weit, insbesondere wenn die Typ 0 Ergebnisse darauf hinweisen, dass der Weg sinnvoll ist.
In diesem Modell führt der Kunde die Messung durch; alles wird von uns organisiert und durchgeführt. - Begleitete Selbstsuche
Die zweite Schiene ist die begleitete Selbstsuche, und zwar für die Fälle, in denen die Typ‑0‑Analyse zeigt, dass der klassische Weg über eine Typ‑1‑Analyse wenig Aussicht auf Erfolg hat, weil die Suche voraussichtlich langwierig und mühsam werden würde.
Da es solche Situationen häufig gibt, insbesondere bei Tieffrequenzschall, Vibrationen und Infraschall, habe ich ein Konzept entwickelt, bei dem der Kunde mit geeigneter Software und einer Einweisung ausgestattet wird, um die Analysen für seinen Fall mit meiner Begleitung selbst durchzuführen (in der Regel per Zoom‑Konferenz mit geteiltem Bildschirm).
Das bedeutet, dass alles, was der Kunde selbst misst und auswertet, ohne zusätzliches Honorar erfolgt, was langwierige Suchen wirtschaftlich oft erst ermöglicht.
Besonders nützlich ist, dass der Kunde selbst – beispielsweise nachts um drei Uhr, wenn er ohnehin nicht schlafen kann und der Hintergrundlärm am geringsten ist – gezielt nach dem Störschall suchen kann.
Ein Teil der verwendeten Software läuft ausschließlich auf Windows, die beiden zentralen Programme sind aber auch für Linux und macOS nutzbar.
Die Entwicklung der Schallanalyse Typ 0 war der Schlüssel, um Menschen mit Störschall‑Problemen eine effektive und kostenüberschaubare Diagnostik anbieten zu können. Dieses Verfahren bieten alle Mitglieder des Schallnetzwerks an.
Die Entwicklung der begleiteten Selbstsuche war wiederum der Schlüssel, um schwierige Fälle nicht aus wirtschaftlichen Gründen und aufgrund des hohen Aufwands bereits vorzeitig abbrechen zu müssen oder gar nicht erst beginnen zu müssen.
Die begleitete Selbstsuche orientiert sich im Preis in der Regel an einem Zeitraum von etwa zwei Wochen.
Da im Laufe dieser Zeit das Analyse‑Know‑how direkt an den Kunden weitergegeben wird, kann im Anschluss – je nach individuellem Fall – gezielt nach einem geeigneten Messsystem gesucht werden, um die Suche auch über diesen Zeitraum hinaus fortzusetzen.
Es gibt viele Fälle, in denen dieses Vorgehen zentral wichtig ist.
Das betrifft insbesondere Menschen, die auf bestimmte Schallmuster empfindlich reagieren. Wenn die zugrunde liegende Schallquelle nicht abgeschaltet oder entfernt werden kann, bleibt letztlich oft nur die Wahl, entweder damit zu lernen umzugehen oder die Wohnsituation zu verändern.
Da das unmittelbare Umfeld solcher Personen die Probleme häufig nicht teilt, wird die betroffene Person schnell als „Spinner“ abgetan.
Die Möglichkeit, mit Laptop und Mikrofon Angehörigen oder anderen Personen objektiv zu zeigen, was bzw. wann das Problem auftritt, führt zu einer deutlich besseren Akzeptanz der Störung und wirkt der sozialen Isolation entgegen, die bei Betroffenen häufig das Störschallproblem zusätzlich verschärft.
Schallanalyse Typ 2 – Erweiterter Technikeinsatz
Inhaltlich entspricht die Typ‑2‑Analyse der Typ‑1‑Analyse, es geht um Differenzierung und Suche, es wird jedoch eine erweiterte Messtechnik eingesetzt, beispielsweise:
mehrere Schallaufzeichnungsgeräte für zeitgleichen Einsatz
leisere bzw. empfindlichere Mikrofone
Unsere Standardgeräte haben ein Eigenrauschen von etwa 27 dB(A), was in rund 90 % der Fälle absolut ausreichend ist und auch alle orientierenden TA‑Lärm‑Messungen mehr als erfüllt.
In speziellen Fällen – etwa bei sehr leisen Hintergrundgeräuschen in Kombination mit hochfrequenten Störtönen (Piepsen, Pfeifen) – sind feinere Mikrofone erforderlich.
Auch Messungen nach DIN 4109 erfordern feinere Mikrofone, da der reale Hintergrundpegel ohne Störgeräusch erfasst werden muss, der häufig bei etwa 18–20 dB(A) liegt.
Wenn Vibrationen dreidimensional, pegelgenau (in m/s²) oder an Wänden bzw. Decken erfasst werden müssen, ist ebenfalls eine andere Messtechnik nötig als unsere Standardausrüstung.
Dieser erweiterte Technikeinsatz betrifft jedoch weniger als 10 % der Fälle.
Gleiches gilt für Messungen von Infraschall unterhalb von 3 Hz, z. B. zur Langzeitmessung von Windrad‑Infraschall‑Emissionen mit Pegelangaben.
Mit unserem Standardgerät können wir Signale bis etwa 0,5 Hz – typischerweise der Grundton von Windenergieanlagen – noch frequenzgenau erfassen und grafisch darstellen.
In diesem Bereich befinden wir uns jedoch bereits im Pegelabfall des Hochpassfilters, sodass keine verlässliche Pegelangabe in dB möglich ist.
Sollten darüber hinaus weitere Techniken erforderlich sein – etwa sehr lange Teleskopmikrofone, Funkmikrofone oder Auswertungshardware wie ein Laptop mit Fernzugriff – kommen diese je nach Bedarf zusätzlich zum Einsatz.
